HSV-FaClub Matz ab

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Der HSV nur Remis nach Chancenwucher  


Wau - das war die richtige Antwort und ein starkes Ausrufezeichen an die Konkurrenz  nach den  Darbietungen in den letzten Begegnungen und den berechtigten Kritiken, auch wenn der enorme Aufwand nicht den verdienten Ertrag gebracht hat.

Wer hätte im Vorfeld gedacht, dass der HSV gegen den wenn auch mit dem notwendigen Matchglück stabil wirkenden Tabellenzweiten so ein dominantes Spiel aufziehen werde. 
Nicht nur optisch sondern auch die Spielstatistik weist auf die klare Überlegenheit des HSV hin. 17 : 3 Torschüsse, 4 km mehr gelaufen, mehr gespielte und angekommene Pässe, höhere Passquote und besseres Zweikampfverhalten und mehr Ballbesitz.
Das am Ende es nur zu einem Remis reichte, lag einerseits an dem katastrophalen Stellungsspiel von Gyamerah nach einer Ecke, wodurch er den nicht gerade kopfballstarken Lee die Führung ermöglichte ( 8. Min. ) und anderseits an den schon teilweise fahrlässig auslassenden Torchancen. Lediglich Terodde nach Doppelpass mit Jatta konnte mit seinem 20. Treffer Torwart Gelios überwinden ( 23. Min. ). Besonders krass war der Kopfball von Vagnoman, der frei im 5 m Raum lediglich den Pfosten traf.

D. Thioune hatte sowohl personell als auch taktisch das richtige Händchen gehabt. Durch das hohe Anlaufen im Verbund, mußten die eigentlich spielstarken Kieler viel mit langen Bällen von hinten heraus operieren, sodass ihre Angriffsbemühungen schon im Ansatz unterbunden werden konnten. Lediglich bei Standards und bei Kontersituationen, wo der HSV zu offensiv aufgerückt war, bestand so was wie Gefahr. So entstand auch die einzige hochkarätige Chance für Kiel nach einem Konter, bei dem Ulreich gegen Bartels klasse reagierte.

Womit Kiel überhaupt nicht klar kam, war der als linker Schienenspieler immer offensiv agierende Vagnoman, wodurch Reese mehr nach hinten als nach vorne laufen mußte und dann auch von Werner ausgewechselt wurde. Mehr Probleme hatte auf der anderen Seite Gyamerah mit Bartels, der aber letztendlich im Verbund an Offensivaktionen gehindert werden konnte. Und nun zu Lee, neben Haraguchi von Hannover 96, der Ausnahmespieler der Liga, um den es im Vorfeld mal wieder Transfergerüchte zum HSV gab. Sein Kopfballtor wurde ihm mehr oder weniger auf dem Tablett serviert, ansonsten hat es der HSV sehr gut verstanden, ihm im Verbund die Spiellaune zu nehmen, zumal er mit fortlaufender Spielzeit fast nur noch in der Defensive beschäftigt war.
Letztendlich meine Einschätzung zu dem eingewechselten Heil. Grundsätzlich ist es ok, das der Nachwuchs an den Profikader herangeführt wird. Nur bei Heil habe ich die Befürchtung, dass ihm das gleiche Schicksal wie dem Japaner Ito ereilt - für zu leicht befunden.
 

Was bleibt - der HSV bleibt zum fünften Mal in Folge ohne Sieg, klettert aber zumindest wieder auf Rang drei.
Für den HSV wird es in den kommenden Wochen nicht einfacher. Am Freitag geht es zum Tabellenführer Bochum, dann kommt Verfolger Heidenheim in den Volkspark. Allzu lange warten sollte der HSV mit dem nächsten Sieg aber nicht mehr.


Daniel Thioune nach : „Wir sind mit sehr viel Energie ins Spiel gestartet und haben alles versucht, um die Punkte im Volkspark zu behalten. Leider haben wir auch viel liegen lassen. Unter dem Strich sind wir für den hohen Aufwand nicht belohnt worden

„Der HSV hat enormen Druck aufgebaut, wir konnten uns kaum befreien", sagte Kiels Geschäftsführer Uwe Stöver bei Sky. Noch deutlicher wurde Holsteins Offensivspieler Fin Bartels über den glücklichen Punkt für die Gäste: „Wenn man den Spielverlauf betrachtet, ist der Punkt Gold wert.“