HSV-FaClub Matz ab

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FC  Heidenheim gegen Hamburger SV  3 : 2  ( 2 : 2 )

Duplizität der Ereignisse 

Es war der 21. Juni 2020, als ein gew. K. Kerschbaumer in der 90+5 Min. das Siegtor für den FC Heidenheim erzielte und jegliche Träume des HSV von einem direkten Aufstieg zerstörte. Bei der erneuten Begegnung in der VOITH - Arena war es C. Kühlwetter der mit seinem dritten Tor in der 90 Min. den HSV in eine handfeste Krise stürzte.

D. Thioune hatte auch im 9. Spiel die Startelf personell verändert und wieder auf eine 4 - Kette umgestellt, was sich anfangs auch richtig erwies. Der HSV hatte von Anfang Zugriff auf das Spiel und führte nach 25. Min. auch verdient mit 2 : 0. Was sich dann auf dem Spielfeld und in den Köpfen von der HSV-Defensive abspielte, ist schwer zu erklären. Aus dem Nichts und mit Hilfe der völlig desorientierten Abwehr erzielte der oben genannte Kühlwetter noch vor der Halbzeitpause den Ausgleich.

Wie auch der Plan von Thioune für die 2. Halbzeit vorgesehen war, er zeigte keine Wirkung. Schmidt hatte von einer 3 - auf eine 4 - Kette umgestellt und seine Truppe offensichtlich angewiesen, griffiger und galliger auf die 2. Bälle zugehen, was zur Folge hatte, dass der HSV die anfängliche Spielkontrolle verloren ging. Hatte man sich schon mit einem Remis angefreundet, erlaubte sich Ulreich einen folgenschweren Patzer, der die Niederlage bedeutete.

Was hatten die Protagonisten nach dem Bochumspiel fast schon gebetsmühlenartig lediglich von einer Ergebniskrise gesprochen und dabei die Augen davor verschlossen, dass seit dem Pauli-Spiel in vielen Bereichen gravierende Mängel vorhandene waren. Nun wird der Wind rauher und stärker über die Sylvesteralle wehen und der Druck auf Thioune wird zunehmen. Die Mechanismen im Fussballgeschäft sind allseits bekannt - zurzeit funktionieren die Ideen von D. Thioune nicht, vielmehr gibt es viele Fragezeichen . Sollte nicht schnellstens der Turnaround geschafft werden, stellt sich unweigerlich zumindest medial die Trainerfrage.

Fakt ist, dass der HSV mit Fürth die meisten Tore erzielt hat, allerdings mit schon 14 Gegentoren im unteren Drittel der 2. Ligamannschaften liegt. Inwieweit der taktische Wechsel und die immer neu formierte Abwehr zu den Gegentore führt, ist rein spekulativ, allerdings fallen diese zu einfach. Man darf die augenblickliche Misere nicht nur auf das Defensivverhalten herunterbrächten, die Probleme sind vielschichtiger. Zum Beispiel geht den jungen Onana ein starker 6er an dessen Seite, Spieler wie Leipold, Gymerah, Dudziak und Kittel rufen nicht ihr Leistungspotential bzw. tauchen ab, wenn ein Spiel auf der Kippe steht und es hapert am effektiven Flügelspiel, um ein Terodde einzusetzen. Die von Boldt und Co. als sog. „ Säulenspieler  verpflichteten Ü 30 Spieler, die  mehr Stabilität einbringen sollen, sind bis auf Terodde dem Anspruch nicht nachgekommen: 

1 : 0 Führung gegen Kiel > 1 : 1  -  1 : 0 Führung gegen Pauli > 2 : 2  -   1 : 1 gegen Bochum > 1 : 3  -  0 : 2 Führung gegen Heidenheim >